Warum DIY-er wirtschaftlicher denken sollten!

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Bei einem Kurztrip nach Berlin bedauerte ich eines ganz besonders: den verpeilten Besuch beim Stoff & Stil Geschäft in der Landsberger Allee, nur zwei Strassen neben unserer Ferienwohnung.

Grausam, oder?

Oder?

Vielleicht doch nicht ganz so grausam, wie ich anfangs dachte.

Denn in meiner Nähnische hätte ich selbst für ein paar Reißverschlüsse keinen Platz mehr und freue mich plötzlich über die gesparten 50 Euro, die ich wahrscheinlich bei Stoff & Stil ausgegeben hätte. Einfach so, ohne wirklich etwas zu brauchen, einfach weil ich nicht alle Tage nach Berlin komme und Stoff & Stil nicht ins Ausland versenden.

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Dabei stellt sich mir die Frage auf, wie viel Geld auf meinen Stoffregalen eigentlich schlummert und einstaubt. Denn die meisten von uns DIY-er sind Horter. Wir kaufen auch, wenn wir nichts brauchen, einfach weil wir es schön finden oder irgendwann einmal gebrauchen könnten oder weil im Web eine Riesenwelle um Produkt XY gemacht wurde und man schliesslich im Trend bleiben will!

Der neueste Stoff von Hamburger Liebe!
Das neueste Buch von Pauline von Klimperklein!

Das Buchstaben-Stempelset von Alles-für-selbermacher!
Oder neuerdings das mood-board aka Leuchttafel im A4-Format um seine eigenen Zeilen tagtäglich auf Instagram zu posten!
All diese Dinge “brauchen” wir doch, Mensch!

Falls mein Haus morgen einen Wasserschaden erleiden sollte, ist eines klar. Ich würde allein in meiner Nähnische (drei Regalbretter und ein Rollcontainer in einer Wandeinlassung) mehrere Hundert wenn nicht sogar Tausend Euro verlieren. Einfach so. Und ich würde keinen Cent von irgendeiner Versicherung dieser Welt für meine ruinierten Amsterdam-Stoffe oder Ersatz für tonnenweise Druckerpapier erhalten.

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Wir “Fashiondesigner”, auch wir kleinen, privaten, ohne Gewerbeschein, alle, die wie ich einfach nur nähen und bloggen, sollten uns trotzdem als kleines Unternehmen sehen! Auch wenn wir nichts verkaufen, auch wenn wir keine Einnahmen haben und Steuern zahlen. WIR sind unser eigenes Unternehmen und WIR haben ein Lager voller Artikel und Produkte, die wir brauchen, die Geld gekostet haben und deswegen auch so behandelt werden sollten, wie Waren in echten Unternehmen. Und dort gilt vor allem: Kaufe nur das, was du auch brauchst und wieder los wirst!

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Wenn Grossunternehmen am Ende des Jahres Inventar machen und feststellen im Lager Produkte im Wert von mehreren Tausend Euro zu horten, dann ist das ein Problem! Das ist Ware, die dort festsitzt und keine “Einnahmen” bringt.

Wenn ich einfach so 10 Meter Tüll kaufe, den ich eigentlich nicht brauche (…oder vielleicht irgendwann mal) dann ist das Ware, auf der ich festsitze und die mit der Zeit an Qualität und Wert verliert! Sie ist ein Risiko!

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DIY-Zeitschriften Abos die wir überfliegen und dann “archivieren” – für später mal.

Schnittmusterdateien, die gerade jeder vernäht, dabei haben wir ähnliche Produkte bereits auf der Festplatte.

Der niedlichste Stoff aller Zeiten und dann ist das Kind auf einmal in der Grundschule und trägt Mama’s genähte Zeug gar nicht mehr 😉

Mein Fazit:

Wenn ich einen Stoff (oder jeden beliebigen DIY-Artikel) sehe, der mir gefällt, dann kaufe ich ihn erst:

a) Wenn ich mental ein Projekt dafür vor Augen habe

b) Ich ihn zeitnah verarbeiten kann

c) Nicht bereits zwanzig Projekte in der Warteschleife habe

d) Und ihn nur kaufe, weil er mir gefällt und nicht weil ihn alle kaufen 😉

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2 Gedanken zu “Warum DIY-er wirtschaftlicher denken sollten!

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