Lissabon – stadtreise mit Kind (…und kinderlosen Freunden)

Wir sind wieder da!
Zwar total erledigt und geschlaucht, an dieser Stelle danke an TAP für die zweistündige Verspätung an einem Sonntagabend in Lissabon, aber heile wieder zu Hause, juhuuuu! :O) Ich weis, jetzt wird es gleich heissen, das ist doch ein Naeh-/Diy-Blog, wieso muss sie nun auch noch Reiseberichte schreiben?!
Wir verreisen einfach oft und gerne und ich lese genauso gerne Reiseberichte mit Insidern und Tipps von anderen! Wen Lissabon also nicht juckt, der wartet einfach bis morgen auf den nächsten Nähpost, wer wissen will, wie unser portugiesisches Weekend so war, kann es sich ruhig bequem machen. Ich versuche auf jeden Fall wörtlich nicht zuuu sehr auszuarten und mehr Bilder sprechen zu lassen, aber auch ein bisschen Text muss sein!

das sind wir (v.l. Andrea, linda, ich, leo und dario)

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Tag 1

Es geht früh raus für uns. Um 8:30 holen wir Linda und Andrea im Nachbardorf ab um zum Flughafen in Mailand zu fahren. Leo hatte in der Nacht bereits verdächtigen Husten und glasige Augen, deshalb mach ich lieber nochmal einen Abstecher in die Apotheke um Paracetamol zu kaufen, arrrrgh leider nur in 120 ml Verpackung und hoffe, dass durch die Kontrolle zu bekommen. Leo ist happy und freut sich auf die Flugzeuge, für ihn ist das ganze drum herum schon Routine. Linda ist guter Laune und Andrea knurrt wie üblich vor sich hin, irgendwas gibt es IMMER zu bemeckern!
Das ist unsere erste Reise mit Freunden und ich bin ehrlich besorgt. Andrea würde ich jetzt nicht zum Babysitten anrufen..! Manche Leute können einfach nicht mit Kindern! Am Flughafen geht alles fix, Paracetamol kommt nach Sprengstofftest wieder in die Tasche und vorm Gate nutze ich die Zeit für ein Minishooting von Leos neuer Jacke, die ich extra für Lissabon genäht hatte.

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Für gewöhnlich bin ich ein echter Reise-Organisations-Freak, aber dieses Mal habe ich keinen Finger krumm gemacht. Denn ich war gegen Lissabon als die Frage für ein gemeinsames Wochenende anstand. Ich wollte in den Norden! Nach Stockholm (zu kalt), Dublin (noch kälter), Amsterdam (da waren die beiden anderen schon) oder Kopenhagen (interessiert die nicht)! Am Ende wurde ich 3:1 überstimmt und es ging nach Lissabon. Lissabon sagte mir bis dato aber rein gar nichts. Klang für mich alles andere als spannend oder aufregend.
Nicht einmal den Weg vom Flughafen zum Appartement habe ich kontrolliert! Einerseits sehr merkwürdig sich blind auf Linda (Organisationsfreak der anderen beiden) zu verlassen, aber andererseits auch mal ganz angenehm einfach dem Strom zu folgen… Andrea verdreht mir hier natürlich gleich die Worte, als er nach unserem Sightseeing Plan fragt und ich nur die Schultern zucke und sage, dass wir nur das Aquarium auf dem Programm haben, damit Leo sich auch etwas amüsiert…Lindas ausgedruckter Stadtplan ist voller bunter Kreise und Infos, mich juckt das aber wenig, dieses Wochenende will ich relaxen und nicht wie blöde von A nach B rennen!

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Lissabon zeigt sich aber gleich von der besten Seite! Bereits aus der Luft heraus erkennt man die Brücke „Ponte 25 de Abril“ die haar genauso aussieht wie die Golden Gate Bridge in San Francisco und die Verbindungsstrasse auf dem Meer. Lissabon lockt jetzt doch ein bisschen ;O)

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Lissabons Metrosystem ist erstaunlich leicht und intuitiv zu verstehen. Es gibt vier Metrolinien, Linie Azhul (Blau), Linie Verde (Grün), Linie Vermelha (Rot) und Linie Amarela (Gelb). Man kauft eine grüne Fahrkarte, die ähnlich wie die Oysterkarte in London funktioniert und somit regelmäßig mit Geld aufgeladen werden muss. Eine Fahrt kostet 1,40 € und kann eine Stunde genutzt werden, ein tagesticket kostet 6 Euro. Wir fahren mit der Linie Rot nach Alameda und steigen dort in Linie Grün um bis zur Endstation Cais do Sodre. Dort liegt unser Appartement in super Lage zum Zentrum, mit Blick auf die Bucht und den Hafen, ich bin in Urlaubslaune! Das Appartement, gebucht über Booking.com von City-Stays ist 1A! Gross, sauber, perfekt für zwei „Familien“ und mit 200 Euro für das Wochenende doch sehr günstig!

Wir packen schnell aus, Leo hat mittlerweile erhöhte Temperatur und sieht etwas mitgenommen aus. Eine Ration Paracetamol später springt er schon wieder auf dem Sofa herum. Wir schlendern an der Hafenpromenade entlang mit Sicht auf die Brücke „Ponte 25 de Abril“ und geniessen die Nachmittagssonne und die (starke aber warme) Briese.

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Herrlich! Keine 500 Meter weiter sind wir am „Praca di commercio“ angekommen. Ein unglaublich grosser und schöner Platz und zu dieser Jahreszeit auch überhaupt nicht überfüllt. Klar, wir sind nicht die einzigen Touristen, aber nirgends fühlt man sich eingeengt.

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Wir schiessen ein paar Fotos, der Wind ist nun doch sehr heftig und schlendern weiter in Richtung „Einkaufsstrasse“ die durchs Zentrum führt. Es gibt viele Strassenkünstler, tolle Geschäfte und viele kleine Restaurants, leider aber auch jeder Menge Personen die versuchen uns Drogen zu verkaufen!!!! Man kommt kaum von einer Ecke zur nächsten ohne das nicht jemand mit halb verdeckter/ausgestreckter Hand auf dich zukommt und dir was zustecken will. So etwas kann ich überhaupt nicht leiden! Leo und ich gönnen uns ein italienisches Eis (3,50€) und ich entdecke einen STOFFLADEN!!!! ;O)

Leider sind in der Vitrine nur Stoffe für 120 Euro und mehr der Meter ausgestellt, doch etwas über meiner Preisliga! Deshalb gehe ich schweren Herzens vorbei, aber die handbestickten Stoffe sind ein Traum! Wir schlendern weiter über den „Praca da Figueira“ vorbei am Nationaltheater und am Hard Rock Cafe‘ bis wir die historische Strassenbahn entdecken.

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Lind erinnert sich daran, dass diese die steile Strasse bis zu einem Aussichtspunkt hoch fährt, wir rennen wie Bekloppte über die Kreuzung und quetschen uns für 3 Euro in die Strassenbahn. Dass man die Strasse in 10 Minuten oder weniger auch gelaufen wäre, interessiert niemand, hier wollen alle die ratternde Strassenbahn benutzen. Nach zwei Minuten Fahrt dann die Ernüchterung, hätte man ja doch laufen können… Mittlerweile ist es sechs Uhr und der Wind pfeift uns so richtig um die Ohren, mittlerweile ist es auch frisch und ich bin froh über unsere Winterjacken und Mützen und Schals.

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Vom Aussichtspunkt können wir direkt eine Strasse hinunterlaufen die uns bis vor die Haustür bringt. Wir entdecken unglaublich viele Häuser mit bunten Kacheln und Fliesen an den Außenwänden, irgendwie cool und etwas weird zugleich! Leo verliebt sich direkt in einen Kran an einer Baustelle und läuft mehrere hundert Meter rückwärts um diesen nicht aus den Augen zu verlieren… jaja, Kind vom Land eben ;O)

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Es gibt ein paar British und Irish Pubs und kleine Portugiesische Restaurants die eher wie Bruchbuden aussehen, zumindest war das meine Meinung. Alle anderen begeistern sich jedoch sofort von einer weiteren blau/weissen Bruchbude und ich, mit quengelndem Kind auf den Schultern, gebe nach! Meine Laune sinkt jedoch sofort in den Keller. Ich hasse es nämlich, wenn ich mich nicht ordentlich in einem fremden Land verständigen kann oder beispielweise das doofe Menu nicht kapiere… denn auf dieser standen in Handschrift 20 Speisen, bei 19 wusste ich nicht mal, um was es sich handelte. Leo wollte nur weissen Reis und Tomatensalat, ich wollte eigentlich lieber zu MC Donalds! Nachdem Hamburger, Valensischer Reis und Steak NICHT vorhanden waren entschied ich mich für Hühnchen in Pilzsosse. Leo schläft noch vor dem Essen auf meinem Schoss ein und Andrea geht mir auf die Nerven mit seiner Moralpredigt über einheimisches Essen bla bla…! An dieser Stelle erinnern wir uns daran, dass ICH hier die Abenteurerin bin, nicht ER! ;O)
Das Essen ist dann doch sehr gut und mit 38 Euro für 5 Personen (!!!) unschlagbar billig!
Linda und ich gehen mit Leo nach Hause, die Männer wollen einen Abstecher zum Irish Pub unten machen. Leo bekommt noch eine Ration Paracetamol und Hustensaft und kommt sofort unter die Bettdecke. Leider hält der Frieden nicht lange an. Leo plagt ein ganz fürchterlicher bellender Reizhusten, die ganze Nacht. Oftmals kommt ihm ein Würgereflex und er jammert unheimlich viel vor lauter Müdigkeit.. als die Männer vom Pub wiederkommen liege ich bereits neben Leo zum Händchenhalten und bin wiedermal genervt..!

Tag 2

Die Nacht war der reinste Horror!
Aber ich bin zuversichtlich, meist ist die erste Nacht von Reizhusten ja die Schlimmste, es kann also nur noch besser werden.
Leo sieht zumindest recht fit aus und hat auch kein Fieber oder sonstiges.
Beim Frühstück ärgert Andrea Leo und scherzt sein Kuscheltier aus dem Fenster zu werfen… Leo nimmt da wirklich SEHR persönlich und ist zutiefst erschüttert, später gibt er Andrea dafür sogar einen Tritt gegen das Schienbein..! ;O)

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Heute wollen wir getrennte Wege gehen.
Leo hatten wir einen Besuch im Aquarium versprochen und Linda und Andrea wollten noch einmal durch das Zentrum schlendern. Abgemacht war, dass wir uns am frühen Nachmittag wieder treffen um zum „Castelo San Jorge“ zu gehen.
Wir packen schnell ein bisschen Essensration ein und fahren dann mit der Linie Verde bis nach Alameda, steigen dort in die Linie Vermelha und fahren bis zur Station Oriente und suchen nach dem Aquarium.

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Direkt vor der Metro findet man ein riesiges Shoppingcenter und an der Bucht entlang sieht man die Meeresstrasse und eine Seilbahn. Vom Aquarium versprach ich mir viel… Im Internet wurde es als eines der Größten und Schönsten Europas gepriesen. Der Eintritt mit 14 Euro für Erwachsene und 9 Euro für Kinder ist bezahlbar, das Aquarium in Genova kostet vergleichsweise 32 Euro pro Erwachsenen! Andrea und Linda schreiben uns derweil, dass sie bereits vor dem Schloss stehen…wir brauchen nicht lange zu überlegen und schreiben, dass die beiden ruhig das Schloss ansehen können, denn wir würden noch eine Weile brauchen…

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Leider dann die grosse Enttäuschung. Das Aquarium ist der totale Schrott! Klar, schön gemacht, es gibt ein mega grosses Becken um das man praktisch die ganze Zeit herumläuft und viele kleinere mit vielen anderen Fischen und Pflanzen, aber leider gefällt es mir überhaupt nicht. Wo sind die Delfine? Die Haie? Die 4 Haie im grossen Becken können doch nicht alles gewesen sein?!? Wir sind nach 40 Minuten wieder draussen und doch ein bisschen traurig, als Trost gibt es ein grosses Hai-Kuscheltier für Leo, der Höhepunkt des Tages ;O)

Wir sind kaputt vom vielen Laufen und gehen im Shoppingcenter auf der Fressmeile etwas Energie tanken bevor wir uns auf den Heimweg zum „Praca di commercio“ machen.
Unterwegs sehen wir leider auch viele arme Obdachlose, sie stören nicht, sie betteln auch nicht, aber sie sind doch sehr present und allgegenwärtig.
Zwischendurch bekommen wir ein paar Updates von Andrea und Linda. Die zwei sind nach Hause gegangen, nachdem Linda von einem Vogel anges*** wurde. :O) Die Arme! Trotzdem ist das unser Lacher für die nächsten Stunden. Wir laufen auf der Suche nach Souvenirs noch ein bisschen durch das Zentrum, finden aber nur ein paar Postkarten und einen Magnet für einen Magnetsammler zu Hause.

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Ich bin richtig stolz auf mich, die Geschäfte locken mit wunderschönen Klamotten zu Spottpreisen, aber ich gehe an allem vorbei, sauge aber eine Menge Fashioninspiration für meinen Frühling-Capsule-Wardrobe auf! ;O) In Lissabon laufen wirklich gut gekleidete Menschen durch die Strassen!

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Nachdem Leo an einem kleinen Markt versehentlich eine kleine Zeramikfigur zerbricht suchen wir das Weite und gehen jedoch endlich nach Hause. Wir sind kilometerweit gelaufen und Leo ist fix und fertig. Ich übrigens auch, so viel bin ich in Monaten nicht gelaufen…Auf dem Heimweg entdecken wir auch ein tolles Restaurant im Zentrum, da will ich unbedingt zu Abend essen! Mir erscheint das auch nur recht, dass auch ich mal ein Restaurant waehlen darf.
Im Appartement erzählt Linda vom Ausflug ins „Castelo San Jorge“. Um es mit ihren Worten zu beschreiben: Es war schön, aber das war‘s dann auch wieder… Puh, zum Glück sind wir mit unserem Sightseeing-Reinfall nicht die Einzigen! ;O)
Das Restaurant im Zentrum ist ein echter Glücksfall. Es gibt Fleisch für die Männer, Fisch für Linda und Pasta für mich und Leo. Wir sind ausnahmsweise mal alle zufrieden mit dem Essen und der Umgebung, nur mit dem Smalltalk läuft es mal wieder gar nicht. Andrea ist scheinbar genauso geschafft vom Tag, wie wir und stört sich an unseren Tier-Beruf-Ratespielen mit Leo und lässt Kommentare ab wie: Naja, wenn Kinder dann so zehn oder so sind und sich selbst beschäftigen, kann man sich endlich wieder ein eigenes Leben machen… – So etwas bringt mich auf die Palme, aber so richtig! Ein klassischer „ich-könnte-dir-an-die-Gurgel-gehen“-Moment! Ich schreibe niemanden meine Meinung auf, aber in manchen Fällen behält man sie doch lieber für sich… leider geht das den gesamten Abend über so weiter, nachdem wir erfahren, dass eine Erzieherin aus Leos Kita gestorben ist… Andrea verbreitet depressive Laune, dieses Mal sind wir alle genervt von ihm..!

Linda will noch das Zentrum am Abend sehen, wenn die vielen Monumente in vielen Farben beleuchtet werden. Dario und ich trinken unseren ersten Starbucks-Kaffee, gut ich eine Schokolade und ich mache noch ein paar Erinnerungsfotos der teuren Stoffe im Schaufenster des Stoffladens. Es ist ein herrlich angenehmer Abend und Lissabon ist eine unerwartete Entdeckung für mich und das freut mich wirklich sehr. Manchmal muss man eben nur genauer hinsehen ;O)
Als wir an einem 4-stoeckigen H&M vorbeikommen können Linda und ich uns jedoch nicht mehr einkriegen und wir stürmen das Gebäude. Soooo viel Auswahl! Wir sind bestimmt ein gutes Stündchen im Laden, Dario fährt artig mit Leo die Rolltreppen rauf und runter und ich gönne mir ein paar neue Socken und mintfarbenen Nagellack, den BRAUCHTE ich einfach, nachdem er in der Bloggerwelt überall ganz unscheinbar auf Fingernägeln glänzte!
Der Abend klingt ganz entspannt aus. Ich packe bereits zur Hälfte unsere Koffer und freue mich über meine mintfarbenen Nägel! ;O) ;O)

Tag 3

An unserem letzten Morgen in Lissabon wache ich um 7:30 auf und lasse meine Jungs noch weiterschlafen. So habe ich Zeit um mich fertig zu machen, Koffer zu packen und schon mal ein bisschen Ordnung im Wohnbereich und der Küche zu machen. Lissabon verspricht einen schönen Sonntag, die Statue vom Cristo (unglaublich das man in Lissabon denken könnte man waere in San Francisco oder Rio de Janeiro) erstrahlt im Sonnenschein.

Linda möchte unbedingt den „Torre di Belem“ sehen, unser einziges Ziel heute bevor es am Nachmittag in Richtung Flughafen geht.
Wir sind alle ziemlich früh fertig, beseitigen das Chaos und bringen unser Handgepäck in die Verschliessfächer von der Bahnhofstation Cais do Sodre, etwas verunsichert lassen wir unser Gepäck dort zurück und nehmen nur das wichtigste mit. Von Cais do Sodre fährt die Tram 15 E bis zum Torre di Belem, praktischerweise also genau an unserer Haustür vorbei. An der Haltestelle waren bereits jede Menge Leute. Wo kamen die nur her? Klar, es war Sonntag und ein herrlicher Tag, aber dort herrschte echter Andrang. Die 15 E kommt alle 12-15 Minuten. Als die erste kam, bemerkten wir schnell, dass unser Ausflug schwierig werden könnte, denn diese war bereits zum Bersten voll. Die Zweite 15 E hielt gar nicht erst an und die dritte 15 E liess nur die Passagiere aussteigen und schloss sofort die Türen und einen Mann mittendrin ein!!! Inzwischen wird es mir zu doof und schlage vor ein Taxi zu nehmen. Andrea fängt an zu maulen wegen dem Geld, ich maule weil wir seit 40 Minuten an der Haltestelle stehen… Linda, unsere Retterin in Not, findet eine Buslinie (728) die zum „Mostiero dos Jeronimos“ fährt, ihrer Meinung nach wären es von dort aus nur wenige Minuten Fussweg bis zur Torre di Belem.

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Gut, trotzdem vergeht eine weitere halbe Stunde bevor wir in einem Buss Platz finden, meine Laune ist im Keller, 1 Stunde Kinderbespassung an einer Haltestelle ist echt nicht lustig! Die Fahrt dauert nicht lang, etwa 15 Minuten und wir fahren unter der sensationellen Brücke „Ponte 25 de Abril“ hindurch und sehen die Statue vom „Cristo“ auch endlich aus der Nähe.

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In der Bucht sieht man jede Menge Schiffe und Boote und das gute Wetter bringt vor allem Jogger auf die Strassen. Am Kloster angekommen finden wir eine endlos lange Schlange vor dem antiken Gebäude und sind froh, dass wir zum Torre di Belem wollen. Wir überqueren die Strasse um das Monument „Padrao dos descobrimentos“ anzusehen, dass Seeleute auf einem Boot darstellt.

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Von dort aus fuehrt ein Spazier- und Fahrradweg direkt neben der Bucht zum Torre di Belem. Das sieht gar nicht weis aus, ist aber ein guter Kilometer und der zieht sich… trotz super Aussicht! Leo hielt regelmäßig an, rieb sich sogar die Knöchel, der Arme, er war wirklich viel gelaufen in diesem Wochenende, mehrmals hielten wir kurz an oder trugen ihn abwechselnd ein Stück. Mir war das ganze Gelatsche ehrlich gesagt auch zu viel und ich war auch immer noch gereizt vom langen Warten an der Haltestelle und das Andrea da einfach seinen Sturkopf durchsetzen muss, manchmal kommt es einem so vor, als mache er es einem mit Absicht schwer! Er versteht die Sache ums Reisen mit Kind einfach nicht… da muss es halt mal etwas langsamer sein oder weniger historisch… Zudem spielte das Wetter dann verrückt, wenn der Wind wehte, wurde es richtig frisch, sobald sich die Wolken verzogen mussten wir uns bis auf das Shirt ausziehen!

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Am Torre di Belem tat sich wieder eine hunderte Meter lange Schlange an Touristen auf. Dario, Leo und ich setzten uns ans Wasser und assen einen Snack, während Linda und Andrea einen näheren Blick wagen wollten.

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Ich war echt fertig und froh über die Pause und so ein kleines Picknick an der Bucht vor so einem schönen (aber doch ziemlich kleinen) Turm hat auch etwas ganz besonderes. Wir blieben allerdings nicht lang, denn finalmente hatten auch die anderen beiden Hunger. Ich schlug vor, mit der Tram zurück zum Kloster zu fahren und dort zu essen, doch am Ende wurde wieder gelaufen! Nur dieses Mal auf der anderen Strassenseite zwischen leerstehenden Gebäuden.
Leo wurde nun echt maulig, zickig und die Strecke zog sich unendlich! Ich kann ihm da auch keinen Vorwurf machen!

Im „Jardim di Belem“, also den Gärten von Belem gefiel es mir jedoch richtig gut! Eine wunderschöne grüne Oase und einem tollen SPIELPLATZ, den suchte ich seit unserer Ankunft! Wir essen schnell bei Mc Donalds, Dario wird launisch, denn er hasst Mc Donalds und gehen mit Leo dort spielen, während Linda und Andrea einen mageren Versuch starten einen Blick auf das Schaufenster von der berühmten Bäckerei „Pasteis de Belem“ zu erhaschen. Leo vergnügt sich das erste Mal so richtig seit unserer Ankunft in Lissabon. Er tobt umher, klettert, springt und freut sich über die anderen Kinder, auch wenn er kein Wort versteht.. :O)

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Zum Abschluss drehen wir noch eine Runde auf dem Antiquariaten-Markt, der sich durch die Gärten verteilt und fahren anschliessend zurück nach Cais do Sodre. Unsere Koffer sind noch da, gottseidank! Zurück zum Flughafen dauert es etwa 30 Minuten und wir merken, dass wir trotz Zeitplanung eine Stunde zu früh dort sind und machen es uns in der Family Lounge gemütlich. Gegen 5:30 gehen wir durch die Security-Kontrolle, wir in der Family-Lane dank Leo, Andrea und Linda in der langen Schlange der „Normalos“ ;O) In solchen Momenten grinse ich gerne fies, so nach dem Motto: Jetzt wäre dir ein Kind recht, was ;O)
Wir drehen ein paar endlose Runden durch die Duty Free Shops, Leo bekommt noch einen Superhelden gekauft und dann warten wir… und warten… und warten immer noch! Nur leider kam keine Gate-Nummer für unseren Flug. Rund eine Stunde vor planmäßigen Abflug wird Andrea nervös und geht auf die Suche nach einer Info, wir anderen sind immer noch gelassen, wird schon kommen die Nummer. Irgendwann kommt Andrea wieder, sichtlich gestresst und will mit Linda zu einem Serviceschalter von TAP gehen, dort erfahren sie, dass unser Flug 2 Stunden Verspätung hat.
Gut, dass ist nun nicht wirklich toll, aber es gibt Schlimmeres! Ich war schon froh, dass der Flug überhaupt noch gehen würde!

Und auch wenn es keiner mehr glaubte, gegen 2 Uhr kamen wir endlich zu Hause an und fielen sprichwörtlich wie Sandsäcke ins Bett, denn gestern Morgen um 6:45 klingelte bereits wieder der Wecker, denn wer reisen kann, der muss auch arbeiten gehen, nech? ;O)

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